Regattabericht Ringelnatz Cup 10.Oktober

platu25

Sonntag, 8.00Uhr Treffen im Potsdamer-Yacht-Club.Konstantin war schon fleißig am Basteln an der burn rate.
Knut, der das erste Mal auf der burn rate mitsegeln sollte, und ich fingen schon einmal an alles segelklar zu machen. Mauki und Clemes, die kurz nach uns kamen, halfen dann beim Kranen.
Ging alles recht schnell von statten und so konnten wir bald bei strahlendem Sonnenschein aufs Wasser. Nach dem Antesten der Seiten und der Absprache mit unseren Teammitgliedern (Ringelnatz wird in Teams gesegelt, zu jeweils drei Schiffen) machten wir uns für den Start bereit. Alle Bootsklassen mit einem Yardstickfaktor unter 99 starteten in Gruppe eins. Insgesamt waren mehr als 90 Schiffe am Start.

Nach kurzer Startverschiebung erfolgte das Ankündigungssignal kurz vor halb elf. Wir lieferten, bedingt durch unser Teammitglied Axel einen erstklassigen Frühstart. Wir bereinigten uns und dann ging es ans angreifen.
Wir segelten bei strahlendem Sonnenschein bis Nachmittags um halb fünf. Im Ziel erfuhren wir dann, dass Axel ebenfalls einen Frühstart gefahren, sich jedoch nicht bereinigt hatte, was sehr zum Leid des Teams war!

Website des Sponsors: www.tomato-anp.de

Wir waren jedoch trotzdem stolz auf unsere Leistung (trotz Frühstart) und nahmen die Ringelnatzteilnahme vielmehr als motivierendes Training für die Berliner Meisterschaft.
Ich kam mittags gegen 12.00Uhr in Travemünde an und wusste eigentlich nicht so recht was und vor allem wer mich da jetzt erwartet. Eines wusste ich genau, eine Woche Bénéteau25 segeln lag vor mir und darauf freute ich mich ungemein.
Doch als erstes musste ich meine Mannschaft finden, was ähnlich wie bei einem typischen Fernseh–Blind–Date ablief.
Wir treffen uns am Passathafen, du erkennst mich an der orangenen Mütze! ;0)
Hat dann nach dreimaligen nachtelefonieren funktioniert.
Kurzes Vorstellen, leichtes Entsetzen in den Gesichtern von Konstantin, Kevin und Olaf! (ich kann auch nicht´s dafür, dass ich keine 80kg wiege).

Kieler Woche

Am Anfang stand die Arbeit. Nach der Ankunft am Freitagnachmittag konnten sich Kevin, Konstatin, Olaf und Mauki schon einmal um die Errichtung der Zeltstadt kümmern und das Boot zu Wasser lassen. Als Lukas dann in der Nacht auch noch den Weg nach Kiel gefunden hatte, musste er sich mit der Entscheidung beschäfitgen, sein Zelt entweder auf einem von den anderen freundlicher Weise freigehaltenen Gulli aufzuschlagen oder sich lieber mit der dauerhaften Bestrahlung durch eine Flutlichtanlage arrangieren zu wollen. Letztere Alternative wurde gewählt.
Wie es nicht anders zu erwarten war, hat es fast durchgehend geregnet. Trotzdem Spaß dabei! Adrian hat mit seinem Auto den fehlenden Ghettoblaster ersetzt. Ganz zur Freude der benachbarten Camper.
Motiviert bis in die Zehenspitzen fuhren wir erst einmal, noch etwas fertig, in aller Frühe raus um mit der neuen Crew noch ein paar Trainingsschläge zu machen. Die anschließenden Wettfahrten absolvierten wir trotzdem nur mit mäßigem Erfolg. Seltsam!?!
Kleiner Hinweis für alle Interessierten: Die Freude über ausbleibenden Hagel bei strömendem Regen, kann schnell der traurigen Gewissheit weichen, dass der Regen im Nu tatsächlich in Hagel umschlagen kann.
Nichtsdestotrotz hatten wir keine Hemmungen, uns anschließend dem Alkohol hinzugeben.
Vielleicht liegt darin auch der Grund, dass wir uns dann am nächsten Morgen nicht mehr so früh am Boot eingefunden haben. Wir waren trotzdem immer pünktlich am Start und fuhren, wie allseits bekannt ist, wie immer weit an die Spitze des Feldes. Wo vorne und wo hinten ist liegt ja schließlich im Auge des Betrachters.
Was wir aus diesen Tagen gelernt haben ist zum einen, dass Axel anscheinend wirklich immer den ersten Protest anmeldet auch wenn er wegen eines Formfehlers abgewiesen wurde, zum zweiten, dass man auf Anhieb mit einer Beneteau nicht so gut rückwärts fahren kann, zum dritten, dass der Motor mit geöffneten Benzinhahn besser läuft und zum vierten, dass man beim Tanzen nicht so hoch springen sollte, weil man sich dadurch leicht einen Fingernagel an der Discokugel abreißen kann.
Die Stimmung an Bord und an Land war super. Viel gelacht und Spaß gehabt.
Bis zum nächsten Jahr, Kiel! !!!Burn-Rate rules!!!